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Zahnimplantate bei Zahnlücke

Zahnimplantate bzw. Zahnimplantologie bedeuten eine Einpflanzung künstlicher Wurzeln, d.h. Schrauben, die aus 100%igem Titan bestehen. Sie ersetzen die eigenen Zahnwurzeln nahezu vollständig und dienen als Basis für den Aufbau der Kauebene, sei es durch eine Krone, Brücke oder herausnehmbare Prothese.

Von einer Zahnlücke sprechen wir beim Verlust eines Zahns nach einer starken Tiefenkaries oder einer Behandlung der Wurzel, die dazu führte, dass der Zahn nicht mehr erhaltungswürdig ist und gezogen werden musste. Bei der traditionellen Versorgungsweise war es die Regel, die gesunden Nachbarzähne zu beschleifen und auf diese beiden gesunden Zähnen eine Brücke zu setzen, die die Zahnlücke bedeckt. In diesem Fall kommt es zu einer großen Substanzverletzung der Nachbarzähne, da sie bis zu 50% beschliffen werden müssen.

Die Anfälligkeit der Zähne und die Tendenz zur Erkrankung der beschliffenen Zähne sowie die Belastung dieser Zähne werden durch die Verteilung der Zug- und der Kaukraft auf den Zahnlückenbereich auf 150% erhöht.

Auch die ästhetischen Resultate werden in diesem Fall nicht zufrieden stellend ausfallen, besonders nach ein bis zwei Jahren, wenn der Knochen und die Schleimhaut sich in dem Zahnlückenbereich stark abbauen.

In diesem Fall ist die beste, modernste und die sanfteste Behandlung die Zahnlückenersetzung durch ein Zahnimplantat. Nach der Entfernung des erkrankten Zahnes und der richtigen Reinigung des Zahnbetts, in der sich der alte Zahn befand, wird eine ca. 12-15 Wochen dauernde Einheilzeit in dem Zahnlückenbereich abgewartet, bis die Verknöcherung des Zahnbettes durch den eigenen Körper stattgefunden hat.

Anschließend wird eine lokale Anästhesie, bei sensiblen Patienten auch eine Narkose durchgeführt, und ein passendes Implantat gesetzt. Nun wird – je nachdem ob im Oberkiefer oder im Unterkiefer – eine Einheilzeit von ca. sechs bzw. drei Monaten abgewartet.

Diese Einheilzeit dient dazu, dass das körpereigene Knochenzellenwachstum an die poröse Implantatoberfläche ansetzt, damit die Implantate 100%ige Stabilität im Körperknochen erhalten. Das Implantat verfügt über ein Innengewinde, das zunächst mit einer Verschlussschraube verschraubt wird. Um während der Einheilzeit die Einwachsung von Knochen oder Bindegewebe in das Innengewebe hinein zu vermeiden, wird diese Schraube nach drei bis sechs Monaten, je nachdem, ob im Oberkiefer oder im Unterkiefer, mit einem kleinen Eingriff entfernt und durch eine größere Schraube ersetzt, die dazu dient, dass sich die Schleimhaut im Implantathalsbereich zirkulär bildet. Diese Heilungsverschraubung muss eine Woche bis zehn Tage verbleiben. Danach kann der Zahnarzt mit der Entnahme der Abdrücke beginnen und in einem speziellen Dentallabor die passende Krone herstellen lassen.

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